Galerie im Höchhuus


Galerie im Höchhus, Seestrasse 123, 8700 Küsnacht

From Anarchy to beautiful things

Text und Marken beschäftigen Dominique Anne Schuetz seit jeher. Die Künstlerin und Autorin zeigt Werke ihres 20-jährigen Schaffens erstmals in der Galerie Höchhuus in Küsnacht.

Sie regen zum Denken an, ziehen die Betrachter aufgrund der perfekten Detailtreue, der Texte und der leuchtenden Farben in ihren Bann: Die Werke von Dominique Anne Schuetz sind zurzeit in der Galerie Höchhuus in Küsnacht zu sehen. Sie transportieren spannende Gedanken und Ideen der Künstlerin und erzählen stets eine aussergewöhnliche Geschichte.

Spielerei mit Wörtern und Marken
Der Titel der Ausstellung im Höchhuus „From Anarchy To Beautiful Things“ ist eine Kombination der Titel eines frühen Werkes und einer aktuellen Serie – damit weist Dominique Anne Schuetz auf verschiedene künstlerische Schaffensperioden hin: Das grossformatige Diptychon „Anarchy & Art“ ist vor knapp 20 Jahren entstanden. „Zu beiden Begriffen habe ich dasselbe Symbol gesetzt – einen Farbklecks. In der Anarchie als Symbol für Zerstörung, in der Kunst für gestalterische Kraft“, erklärt Schuetz. Die aktuelle Triptychon-Serie mit dem Titel „Things That Make Life Beautiful“ widmet sich den Markenwelten. Die Werke setzen sich aus der Zeichnung eines Produkts, einer Fotografie und einer Kurzgeschichte zusammen. So eröffnet beispielsweise ein alter Shell-Ölkanister den Dreiakter, die Fotografie steht für die Kulisse, und in der Kurzgeschichte betritt der Mensch die Bühne, auf der sich eine neue, ganz andere Geschichte abspielt, zu der das Produkt und die Kulisse die Künstlerin inspiriert haben. „Marken und Produkte sind Teil unseres Lebens, unserer Kultur. Ob wir es wollen oder nicht. Diese „beautiful things“ sind unsere neuen Könige, die unser Leben bestimmen. Früher war Louis XIV die Marke“, schmunzelt Schuetz.

Kreativität in den Genen
Auffallend ist die Genauigkeit, mit der Objekte auf den grossformatigen Gemälden und Zeichnungen sowie die handschriftlichen Texte entstehen. In wochenlanger Arbeit trägt die Künstlerin minutiös Tusche und Farben auf, bis ein plastisches Abbild eines Leopards, dessen Schwanz das Louis-Vuitton-Muster ziert, zu bestaunen ist. Geduldiges, strukturiertes und konzeptionelles Arbeiten liegt Dominique Anne Schuetz, die Grafikdesign studiert hat, und in St. Gallen in einem kreativen Elternhaus, wo Künstler ein- und ausgingen, aufgewachsen ist. Sie zog nach Zürich, war Art Director, Texterin und Creative Director und wurde international ausgezeichnet. Sie hat sich auch mit ihren Romanen einen Namen gemacht, für die sie ebenfalls Auszeichnungen erhalten hat. Werke der Künstlerin befinden sich in Museen und zahlreichen privaten und Unternehmenssammlungen im In- und Ausland. Dominique Anne Schuetz ist Mitglied im Art Directors Club New York, Mutter zweier erwachsener Söhne und lebt und arbeitet seit vielen Jahren in Zürcher Seegemeinden – heute in Stäfa.

Eckdaten der Ausstellung von Dominique Anne Schuetz in der Galerie Höchhuus in Küsnacht

  • Vernissage: Freitag 7. September, 18.00 bis 21.00 Uhr
  • Einführung durch die Kunsthistorikerin Elisabeth Ott-Schreiner
  • Öffnungszeiten Ausstellung: 8. bis 23. September 2018, Freitag 18.00 bis 20.00 Uhr, Samstag und Sonntag 14.00 bis 17.00 Uhr
  • Dominique Anne Schuetz stellt ihren vierten Roman «Von einem, der auszog, die Welt zu verschieben» in der Bibliothek Küsnacht vor: 13. September, 19.30 Uhr; anschliessend führt sie durch ihre Ausstellung in der Galerie Höchhuus
  • Adresse: Galerie im Höchhuus Küsnacht, Seestrasse 123, 8700 Küsnacht

Weitere Informationen
www.dominique-anne-schuetz.com

"TTMLB -Shell": Triptychon, je 70 x 50 cm,
Mischtechnik auf Bütten, Foto-Unikat auf Alu,
Bleistift auf Bütten

 

 

 

 

"Catwalk": zwei Teile je 105 x 73 cm,
Mischtechnik auf Bütten

 

 
Die Künstlerin Dominique Anne Schuetz
bei der Arbeit
 

 

 

 

Mehr zum Programm

Galerie im Höchhuus Küsnacht

 Galerie Höchhuus KüsnachtDie Galerie im Höchhuus bietet Kunstschaffenden aus der Region die Möglichkeit, in ihren historischen Räumen auszustellen. Ein ehrenamtlich wirkendes Team organisiert jährlich 4 – 6 Ausstellungen zeitgenössischer Malerei, Bildhauerei und Fotografie. Das Programm wird auf Grund von Werkproben der interessierten Künstlerinnen und Künstler zusammengestellt.

Das Höchhuus war ursprünglich ein Doppelwohnturm. Seine ältesten Teile datieren aus dem Jahr 1267. Nach 1515 erhielt es seine heutige Gestalt mit dem Aufbau des Riegelwerkes, dem Walmdach und dem seeseitigen Anbau. Ende der sechziger Jahre sollte es der Verkehrsplanung zum Opfer fallen. Zur Rettung des historischen Gebäudes formierte sich eine Stiftung, welche mit Hilfe von Bund, Kanton, Gemeinde und privaten Spendern das Haus renovierte und unter Schutz stellen liess. Die Gemeinde Küsnacht mietet das Höchhuus und stellt es für kulturelle Zwecke zur Verfügung.