Galerie im Höchhuus


Galerie im Höchhus, Seestrasse 123, 8700 Küsnacht

in eigenregie - das hÖchhuus-team zeigt eigene werke

In Eigenregie – Das Höchhuus-Team zeigt eigene Werke

Für einmal präsentiert sich ein Teil der Höchhuuskommissionsmitglieder vor den Kulissen: Martina Peyer, Doris Schmid-Rymann, Silvia Strobos und Arian Zeller sind selbst künstlerisch tätig und präsentieren aktuelle Werke in der Galerie Höchhuus in Küsnacht. Zu sehen sind Gemälde und Fotografien.

Erstmals findet in der Galerie Höchhuus eine Team-Ausstellung von Kommissionsmitgliedern statt: Martina Peyer zeigt Fotoarbeiten zum Thema „ Küsnachter Hafenmole“; Doris Schmid-Rymann Kleinformate, die zu Grossformaten geworden sind; Silvia Strobos „Menschenbilder“ und Arian Zeller Gemälde, die sich mit der Vergänglichkeit von Social-Media-Inhalten beschäftigen.

Hafenmole als Fotosujet
Die Hafenmole ist ein beliebter Ort, um kurz durchzuatmen, die Seele baumeln zu lassen und Begebenheiten im und auf dem Wasser oder auf der Mole selbst zu beobachten. Sei es zuhause im Alltag oder auf Reisen. Martina Peyer fängt mit ihrer Kamera von den Mauern am Wasser aus gern Stimmungen und Entdeckungen ein. In der Galerie Höchhuus zeigt sie ihre jüngsten Aufnahmen, die bei „ihrer“ Hafenmole direkt vor der Haustüre bei der Küsnachter Zehntentrotte entstanden sind. Die Schaffhauserin (*1976) hat Publizistik, Filmwissenschaft und Kunstgeschichte in Zürich studiert und Fotografiekurse in Edinburgh und Zürich besucht. Vor zwölf Jahren ist sie nach Küsnacht gezogen. Sie arbeitet als Journalistin und Texterin und unterstützt die Galerie Höchhuus seit zwei Jahren als Kommissionsmitglied.

Bild im Bild
Doris Schmid-Rymann ist in der hiesigen Kunstwelt für ihre Kombinationen aus Malerei und Fotografie bekannt. Sie druckt beispielsweise Fotografien auf Leinwände und bearbeitet eingefangene Muster aus Lichtspuren mit dem Pinsel. In ihrer neuesten Serie sind kleinformatige Bilder die Basis ihres Schaffens: Auf kleinen Malkartons gestaltet sie „Minibilder“ in Acryl-Mischtechnik, Tusche oder auch Fotografie, die sie zu einem grossen Ganzen zusammenfügt. Die in Küsnacht aufgewachsene Künstlerin (*1951) absolvierte eine viereinhalbjährige Grundausbildung in der Malerei (Atelier Jean-Luc Barbier) in Zürich.
Es folgten der Lehrgang „creative advanced photography“ an der cap Fotoschule Zürich und diverse Kunstmalkurse. Schmid-Rymann lebt heute in Erlenbach. Als Kommissionsmitglied der Galerie Höchhuus ist sie nach vielen Jahren Ende 2017 zurückgetreten.

Struktur aus Menschenmassen
Passanten beim Bahnhof oder auf dem Bellevue, Sportler beim Skimarathon – der Mensch in der Masse fasziniert Silvia Strobos. In ihren meist grossformatigen Gemälden lotet sie die Grenzen der Abstraktion aus: Die Menschen werden zur linienförmigen Struktur, ohne dabei ihre Dynamik zu verlieren. Dank den hellen, leuchtenden Farben, mit welchen Strobos arbeitet, erhalten die Bilder eine zusätzliche, eigene Lebendigkeit. Die Holländerin (* 1969) ist in der Nähe von Den Haag aufgewachsen, begann Design und Kommunikation in Rotterdam zu studieren, entschied sich danach für Kulturgeschichte und Kunst. Es folgten zahlreiche Weiterbildungen in der Malerei. Strobos lebt seit 20 Jahren in der Schweiz, seit zwölf Jahren in Küsnacht. Vor vier Jahren ist sie der Kommission der Galerie Küsnacht beigetreten.

Die Flüchtigkeit einfangen
Wie stellen sich junge Menschen auf Facebook dar? Welche Inhalte werden via WhatsApp übermittelt? Wie viele „Follower“ folgen den Botschaften von „Influencern“? Es sind solche und weitere Fragen im Zusammenhang von Social Media, die Arian Zeller in ihren jüngsten Werken beschäftigen. Auch das Oberflächliche und Vergängliche solcher Inhalte faszinieren die Künstlerin. Sie wird zur Voyeurin und erstellt aus dem Entdeckten ihre eigene Geschichte. Nicht selten hält sie mit dem Pinsel inne, um auf der Leinwand auch unfertige Stellen zu hinterlassen. Diese symbolisieren das Flüchtige, Oberflächliche unserer Zeit, insbesondere von Social Media. Zeller (*1966) ist in Wermatswil (ZH) aufgewachsen und lebt seit 22 Jahren in Küsnacht. Sie ist Grafikdesignerin (Ausbildung an der früheren Kunstgewerbeschule Zürich) und diplomierte Mal- und Kunsttherapeutin für Kinder und Erwachsene. Seit 2008 ist Zeller in der Kommission der Galerie und im Vorstand der Kulturellen Vereinigung Küsnacht (KVK).

Eckdaten der Ausstellungen Höchhuus-Team in der Galerie Höchhuus in Küsnacht

  • Vernissage: Donnerstag 17. Mai, 18.00 bis 20.00 Uhr
  • Öffnungszeiten Ausstellung: 18. Mai bis 2. Juni 2018, Freitag 17.00 bis 20.00 Uhr, Samstag und Sonntag 14.00 bis 17.00 Uhr
  • Künstlerapéro: Freitag 25. Mai, 18.00 bis 20.00 Uhr
  • Adresse: Galerie im Höchhuus Küsnacht, Seestrasse 123, 8700 Küsnacht

Weitere Informationen
Galerie im Höchhuus Küsnacht: www.kulturelle-vereinigung-kuesnacht.ch > Galerie im Höchhuus Küsnacht
- www.dsart.ch
- http://www.strobos-buch.com
- http://www.arianzeller.ch

 
Teamporträt (v.l.n.r.): Doris Schmid-Rymann, Martina Peyer, Arian Zeller, Silvia Strobos  

"Symbiose", 2017, Fotografie
von Martina Peyer

"Gestein", 2018, Acryl und Mischtechnik
von Doris Schmid

 

aus der Serie "People", 2014, Spraypaint,
Acryl von Silvia Strobos
aus der Serie "Instagram", 2018, Öl auf Leinwand
von Arian Zeller

 

 

Mehr zum Programm

Galerie im Höchhuus Küsnacht

 Galerie Höchhuus KüsnachtDie Galerie im Höchhuus bietet Kunstschaffenden aus der Region die Möglichkeit, in ihren historischen Räumen auszustellen. Ein ehrenamtlich wirkendes Team organisiert jährlich 4 – 6 Ausstellungen zeitgenössischer Malerei, Bildhauerei und Fotografie. Das Programm wird auf Grund von Werkproben der interessierten Künstlerinnen und Künstler zusammengestellt.

Das Höchhuus war ursprünglich ein Doppelwohnturm. Seine ältesten Teile datieren aus dem Jahr 1267. Nach 1515 erhielt es seine heutige Gestalt mit dem Aufbau des Riegelwerkes, dem Walmdach und dem seeseitigen Anbau. Ende der sechziger Jahre sollte es der Verkehrsplanung zum Opfer fallen. Zur Rettung des historischen Gebäudes formierte sich eine Stiftung, welche mit Hilfe von Bund, Kanton, Gemeinde und privaten Spendern das Haus renovierte und unter Schutz stellen liess. Die Gemeinde Küsnacht mietet das Höchhuus und stellt es für kulturelle Zwecke zur Verfügung.